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18.09.03:
In Marzahn wurde gestern ein Mann festgenommen, der in Verdacht steht,
Kontakt zu den angeblichen Attentatsplanern von München (planten
Sprengstoffanschläge auf ein jüdisches Gemeindezentrum, eine Moschee
und eine Schule)gehabt zu haben. Die Verhaftung fand im Rahmen einer
Razzia statt, die von der Bundesstaatsanwaltschaft Karlsruhe
angeordnet war und die mehrere Objekte in Berlin betraf. Bei dem
Verhafteten handelt es sich um einen Militaria-Händler. Die Aktion
scheint recht turbulent verlaufen zu sein, so wurde der Hund des
Verhafteten, ein Pitbull, während während seiner Festnahme von
Polizisten erschossen. An dem Einsatz war neben dem Landeskriminalamt
auch ein Spezialeinsatzkommando aus Brandenburg beteiligt, das einen
Pitbull erschoss. Grund für die Festnahme waren vier Handfeuerwaffen,
die die Polizei entdeckte. In dem Müncher Verfahren gilt er nur als
Zeuge.
06.09.03: Ein
Mann türkischer Herkunft, der Besitzer eines Gemüsestands am S-Bahnhof
Kaulsdorf ist, wird gegen 14 Uhr von zwei deutschen Männern
rassistisch beleidigt und mit Bierflaschen beworfen. Bei der Flucht
verletzt sich der Angegriffene am Fuß. Als sich die Täter vom Stand
entfernen, zeigen sie den Hitlergruß, rufen ”Heil Hitler” und werfen
wiederholt mit Bierflaschen in Richtung des Mannes. Zeugen alarmieren
die Polizei, die schnell zur Stelle ist und die Täter festnehmen kann.
Der Angegriffene muss wegen der Fußverletzung im Krankenhaus behandelt
werden.
Februar03: Die
Hauswand des Kinos „ Kiste” in Marzahn-Hellersdorf wird mit einem
Hakenkreuz und der Drohung „Wir kriegen dich! ANB” beschmiert.
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28.09.02: Etwa
300 Polizisten stürmen die Marzahner Tanz- und Bowlingbar
„Eulenspiegel“. In dem Lokal sollte der 20. Geburtstag der Vandalen
mit der wohl einflussreichsten Nazimusikband „Landser“ gefeiert
werden. Die Polizei stellte die Personalien der rund 200 Gäste fest,
unter denen sich bekannte Nazikader wie Anti-Antifa-Aktivist Oliver
Schweigert, Friedhelm Busse aus München, Eckart Bräuninger und
Vandalen-Chef Jean-René Bauer, gegen den die Staatsanwaltschaft unter
anderem wegen Waffenhandel ermittelt, befanden. NPD-Funktionäre waren
ebenfalls anwesend. Der Kader Jens Pühse, stellvertretender
Vorsitzender des Landesverbands Sachsen und Verbindungsmann der Partei
zur Skinheadszene, war genauso gekommen, wie Jörg Hähnel der
"nationaler Liedermacher”.
Unter den Neonazis die zum Teil aus USA, Österreich und Ungarn
angereist waren, befand sich auch Bendix Wendt, der den Abgeordneten
der Grünen Hans-Christian Ströbele kurz vor der Bundestagswahl
überfallen und verletzt hatte.
20.07.02:
In der Nacht zu Sonntag stürmte ein Spezialeinsatzkommando der
Polizei das Klubheim der Neonazigruppierung "Weiße Arische
Bruderschaft" in Marzahn. Dort hatten sich mehr als hundert
Rechtsextremisten zu einem Konzert versammelt, bei dem offenbar auch
die "White Aryan Rebels" auftreten sollten. Die erhofften CDs wurden
nicht gefunden, dafür aber mit den Bandmitgliedern auch ein V-Mann des
brandenburgischen VS festgenommen. Parallel dazu kam es zu
Durchsuchungen in Sachsen und Nordrhein-Westfalen
25.06.02: In der
Teupitzer Straße werden gegen 22 Uhr drei Mosambikaner von mehreren
deutschen glatzköpfigen Männern mit rassistischen Parolen beschimpft
und beleidigt: "Was macht Ihr Neger hier?" "Geht doch zurück nach
Afrika" und anderes. Als die Afrikaner nicht reagieren und
weitergehen, fliegt ihnen eine Glasflasche vor die Füße, und sie
werden von den Deutschen umringt. Einem Mosambikaner wird eine volle
Eineinhalb-Literflasche Wein von hinten über den Kopf geschlagen. Der
33-jährige Asylbewerber wird besinnungslos und geht zu Boden. Als er
zu sich kommt, sind die Täter weg und PassantInnen, unter ihnen eine
Ärztin, kümmern sich um ihn und rufen einen Krankenwagen.
Auf eigenen Wunsch verläßt der Verletzte das Krankenhaus noch am
selben Tag. Als er am nächsten Tag beim Landeskriminalamt zum
Tathergang vernommen wird, wird er erneut ohnmächtig und kommt wieder
ins Krankenhaus.
Am 12. November wird der Haupttäter, der sich zu dieser Zeit wegen
anderer Straftaten in Haft befindet, zu einer Jugendstrafe von
dreieinhalb Jahren ohne Bewährung verurteilt.
09.02.02: In
Hellersdorf im Nachtbus N5 in Richtung Innenstatt griffen mehrere, dem
äußeren Anschein nach den Punkern zuordbare, Irokesenhäupte eine
Person an. Sie schlugen und traten ihn da "der langhaarige Hippie sie
SO anguckte...". Der langhaarige Jugendliche besuchte wie sie das
gleiche Punkrock-Konzert. Schon in der Kneipe beleidigten sie junge
Leute und pöbelten mit sexistischen Sprüchen.
03.02.02:
Kurz nach Mitternacht hatten sich die 16, 19 und 21 Jahre alten Männer
am Freitag zu der Gaststätte an der Gothaer Straße aufgemacht. In
ihrem Rucksack trugen sie mehrere Brandflaschen. Das Benzin dafür
hatten sie zuvor an einer Tankstelle gekauft. Eine halbe Stunde später
warfen sie die Feuerbomben in den Eingangsbereich des Imbisses. Zu
diesem Zeitpunkt befanden sich acht Personen in dem Lokal. Der erste
Molotow-Cocktail traf eine an der Tür stehende Frau im Rücken, prallte
ab und rollte wieder auf die Straße. Eine zweite Flasche entzündete
sich nicht, erst die dritte landete brennend im Inneren der Räume. Ein
geistesgegenwärtig handelnder Gast kickte die mit Benzin gefüllte
Flasche jedoch ins Freie, wo sie verbrannte, ohne Schaden anzurichten.
Die Täter entkamen zunächst. Die sofort alarmierten Polizeibeamten
konnten die drei Neonazis jedoch kurz darauf festnehmen. In den
Vernehmungen bei der Kriminalpolizei gaben sie an, sie hätten «einmal
ein Kanakenhaus brennen sehen wollen». Der 19-Jährige aus Berlin hat
laut Informationen der Berliner Morgenpost sein Zimmer mit
NPD-Plakaten tapeziert, an der Decke prangt ein riesiges Hakenkreuz.
Er ist der Polizei wie auch der 21-Jährige, der aus Oschersleben bei
Magdeburg stammt, als Rechtsextremist bekannt. Alle haben ein
Geständnis abgelegt und gaben als Motiv Ausländerhass an. Dass bei dem
Anschlag Menschen hätten getötet werden können, sei ihnen bewusst
gewesen. Der Polizeiliche Staatsschutz beantragte Haftbefehle wegen
versuchten Totschlags und versuchter schwerer Brandstiftung gegen die
Täter. Ein Haftrichter entsprach dem Ersuchen, lediglich der
16-Jährige erhielt wegen seines geringen Alters Haftverschonung und
befindet sich noch auf freiem Fuß.
01.02.02:
Am Nachmittag
werden im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf 3 Libanesinnen und deren
Sohn von 4 Neonazis angegriffen. Das ganze geschah im Berufsverkehr
und die 4 Libanesen wollten Heim fahren in der Straßenbahnlinie Nummer
18. Mit ihnen stiegen 4 rechte Jugendliche im Alter von 16-21 ein und
pöbelten die 4 Libanesen in der Straßenbahn an, und riefen u.a.
"Ausländer raus!" Dann bekam die Ältere einen Faustschlag an den Kopf
und einen Fußtritt in den Rücken. An der Haltestelle Riesaer Straße
stiegen die Libanesinnen aus und wurden von den Neonazis verfolgt,
dabei wurde die 26-jährige Libanesin an den Haaren aus der Straßenbahn
gezogen. An der Haltestelle gab es weitere Faustschläge und Tritte für
die Libanesinnen. Die in der Strassenbahn-mit-Fahrenden und Wartenden
PassantInnen, präsentierten deutsche Zivilcourage, indem sie
wegschauten. Nur ein 20-Jähriger und der Straßenbahnfahrer griffen ein
und konnten die Täter vertreiben. Die alarmierte Polizei konnte die 4
Täter fassen, ließ sie allerdings kurze Zeit später wieder laufen,
weil bei Jugendlichen gibt es außerordentlich hohe Ansprüche an
Haftgründen? Und dies obwohl 2 der Täter bereits gestanden hatten.
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01.05.00:
Entlang der Louis-Lewin-Str. findet ein Naziaufmarsch statt. Die NPD
konnte über 1000 Nazis aus ganz Deutschland in Hellersdorf versammeln
und wurden von 2300 Polizisten geschützt. Nur 300-500 Antifas kamen
durch die massiven Polizeikontrollen durch. Ca. 150-400 Linke wurden
festgenommen, außerdem 10 Nazis. Eine AAB-Gegendemo war wegen
"Gewaltbereitschaft" verboten worden, lediglich ein vom Bezirksamt
unterstütztes Straßenfest in einiger Entfernung war genehmigt. Ein
erfolgreiches Stören der Nazis gelang kaum, seit Jahren hatten diese
nicht mehr so einen erfolgreichen 1.Mai.
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17.08.1999: Zum
Todestag von Rudolf Hess marschierten einige Dutzend Faschisten aus
dem Kameradschaftsspektrum unangemeldet durch Hellersdorf, bis die
Polizei dies beendete.
18.06.1999:
Ein Migrant aus Palästina, der
mit seinen beiden Kindern an einer Straßenbahn-haltestelle in
Hellersdorf unterwegs ist, wird von mehreren Neonazis erst beschimpft
und muß dann mit seinen Kindern schnell die Flucht antreten. Die ihn
verfolgenden Neonazis treten an seinem Wohnhaus die Türscheibe ein,
nur mit Glück entkommen die drei Opfer ihren Verfolgern.
09.01.1999:
Drei Neonazis schlagen nachmittags vor einer PLUS-Filiale in der
Hellersdorfer Louis-Lewin-Straße zielgerichtet mit Knüppeln und
Baseballschlägern auf einen 35jährigen Migranten ein. Marco H. zieht
ein Messer und verletzt sein Opfer lebensgefährlich in der rechten
Brust. Alle Täter gehören nach eigener Aussage zur rechten Szene.
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25.06.1998:
Gegen 19.40Uhr schlagen 3 Neonazis am U-Bhf Raoul-Wallenberg-Straße in
Marzahn auf einen Reinigungsarbeiter mit migrantischen Hintergrund
ein. Sie nehmen den Besen des Opfers und schlagen zu, bis der Stiel
zerbricht. Schliesslich stoßen die Neonazis den 43-jährigen in
Mordabsicht ins Gleisbett und schlagen weiter auf ihn ein. Das schwer
verletzte Opfer kann sich im letzten Moment vor einem herannahenden
Zug zur Seite rollen.
19.02.1998:
Zwei Nazis schlagen in Berlin-Hellersdorf einen Mann aus Ghana
zusammen.
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26.07.1997: Ca.
100-130 Neonazis marschierten gegen 15 Uhr unter dem Motto "Keine
Gewalt gegen deutsche Bürger" vom S+U-Bahnhof Wuhletal zur Ernst
Blochstr. (liegt hinter dem U-Bhf. Kaulsdorf-Nord) in Hellersdorf. An
der Spitze liefen Trommler und FahnenträgerInnen mit Preußenfahnen und
einer schwarzen Fahne. Der Aufmarsch war 48 Stunden zuvor von Andreas
Storr angemeldet worden. Eine "Volksinitiative Deutsche helfen
Deutsche" wollte damit auf angebliche Gewalt von Ausländern aufmerksam
machen. Hintergrund ist ein Zwischenfall vom 9. Juli, als ein
türkischer Imbißbudenbesitzer am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord von rechten
Jugendlichen bedrängt worden war und offenbar in Notwehr einen der
Angreifer (Marcel Appel) so schwer verletzte, daß dieser daraufhin
starb. Gegen den Händler lief anschließend ein Ermittlungsverfahren
wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
Skandlös ist, dass der Innensenat die geplante Neonazi-Demonstration
gegenüber dem betroffenen Bezirksamt bewußt verschwieg, damit z.B. von
Seiten des PDS-Bezirksbürgermeisters Dr. Uwe Klett keine
Gegenkundgebung organisiert werden konnte.
09.07.1997:
Am Morgen randalieren 3 Neonazis, darunter Marcel A., an einem Imbiss
in der Hellersdorfer Straße, verprügeln einen Zeitungsverkäufer und
versuchen anschließend, den Betreiber des Imbiss, Mustafa Y., zu
verprügeln und auszurauben.
19.02.1997:
Der Neoznazi Kai Diesner
versucht in Marzahn, den PDS-Buchhändler Klaus B. mit einer
Schusswaffe zu ermorden. Dieser wird schwer verletzt und verliert eine
Hand.
15.02.1997:
Die Jugendorganisation der NPD, "Junge Nationaldemokraten" (JN) ruft
zu einer Kundgebung unter dem Motto "Arbeitsplätze zuerst für
Deutsche" auf. Als gegen 13.15 Uhr am Bahnhof Wuhletal etwa 40-70
Mitglieder der rechtsextremistischen Jungen Nationaldemokraten (JN)
und deren SymphatiesantInnen eintrafen, kam es zu Auseinandersetzungen
in deren Verlauf die Neonazis vertrieben werden konnten.
Gewerkschaften, antifaschistische Gruppen und die PDS organisierten
den Protest gegen den Aufmarsch des braunen Mobs. Mehrere
Gegenkundgebungen wurden angemeldet. 600 Polizisten wurden zum Schutz
der der Neonazis nach Hellersdorf beordert. Anmelder war Andreas Storr.
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07.08.1996:
Seit einiger Zeit werden rund um den Habermannsee in Kaulsdorf und den
Biesdorfer Baggersee Jugendliche von Neonazis überfallen und
ausgeraubt
05.08.1996:
Gegen 20.50 Uhr wird am
U-Bahnhof Biesdorf-Süd ein 18jähriger Jugoslawe zusammengeschlagen.
Die Täter wurden nach den Aussagen des Opfers von umstehenden Neonazis
mit Rufen wie "Schlagt ihn tot" angefeuert
01.05.1996:
Ein Naziaufmarsch mit rund 300 Rechtsextremisten aus dem gesamten
Bundesgebiet findet in Berlin-Marzahn statt. Angemeldet wurde dieser
von Andreas Storr. Mit dabei waren auch Mitglieder von NF (Nationale
Front) und FAP (Freie Arbeiter Partei): u.a. Steffen Hupka (NF),
Hans-Christian Wendt (ehemals FAP), Die Nationalen, Oliver Schweigert
aus Berlin (FAP), Thomas Wulf - genannt ,Steiner" (GdNF, ehemals NL).
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28.04.1995:
Die JN klebt und verteilt im
Zeitraum einer Woche den Nationalsozialismus verharmlosende
Flugblätter rechtsextremen Inhalts im ganzen Bezirk
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27.09.1994:
Zwei schwarzafrikanische Männer werden auf einem S-Bahnhof in
Berlin-Marzahn von Unbekannten angegriffen.
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Oktober1993:
Zum vierten Mal wird das Wahlkreisbüro von Gregor Gysi in
Marzahn-Hellersdorf mit antisemitischen und NS-Parolen besprüht.
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24.04.1992:
Nguyen Van Tu (29) wollte zwei vietnamesischen Freunden helfen, die in
Berlin-Marzahn von einer Gruppe rechter Jugendlicher verprügelt
wurden. Er wollte mit den Jugendlichen diskutieren und wurde dabei von
einem von ihnen mit einem Messer erstochen.
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22.3.1987: Ein
Angehöriger der NVA wird von sechs Skinheads in Berlin-Marzahn
zusammengeschlagen.
29.3.1987:
Naziskinheads schlagen Punks in einem Bungalow in Berlin-Hellersdorf
zusammen.
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