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 Chronik rechter Aktivitäten im Bezirk


14.12.06: Während der BVV am wurden 5 Hakenkreuze in die Wand einer Toilette im Freizeitforum Marzahn geritzt. Diese sind am Anfang der BVV aufgetaucht, da die Toiletten im Vorfeld kontrolliert wurden. Matthias Wichmann betrat den Saal erst wenige Minuten nach Beginn der Sitzung und wurde von 3 Nazis begleitet.

11.12.06: In der vergangenen Nacht wurden im Tunnel zwischen S-Bahnhof Springpfuhl und Helene-Weigel-Platz Plakate mit einem Abbild des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad und dem Satz "Danke Herr President" verklebt. Außerdem ist folgendes revisionistisches Zitat von ihm aus einem Interview mit dem Spiegel abgedruckt:
"Das deutsche Volk trägt heute keine Schuld. Warum darf das deutsche Volk nicht das Recht haben, sich zu verteidigen? Warum werden die Verbrechen einer Gruppe so betont, anstatt vielmehr das große deutsche Kulturerbe herauszustellen? Warum sollen die Deutschen nicht das Recht haben, ihre Meinung frei zu äußern?"

25.11.06: Heute kam es während eines Punkrock-Konzertes im Klub U5 (Auerbacher Ring 25; nähe U-Bhf. Cottbusser Platz) zu mehreren Übergriffen auf KonzertbesucherInnen. Eine Gruppe, bestehend aus drei männlichen Personen, sprach Leute, die sich im Umfeld des Jugendklubs aufhielten, an und fragten sie, „ob das Bier billig ist“ oder „ob es drin voll ist“. Kurz darauf zückte eine männliche Person, gekleidet in „Thor Steinar“, Pfefferspray und sprühte es den Leuten unvermittelt direkt ins Gesicht. Dieser Vorfall ereignete sich dreimal im Verlaufe des Abends.

16.11.06: Die zweite BVV mit NPD-Beteiligung in Marzahn/Hellersdorf fand statt. Die NPD-Verordneten wurden wieder vom bundesweit bekannten NPD-Funktionär Thomas Wulff unterstützt. Begleitet wurden die vier durch 10 jugendliche Schlägernazis. Zu Beginn der BVV-Sitzung gab der Fraktionsvorsitzende der NPD eine persönliche Erklärung ab, in der er die demokratischen Parteien zur Zusammenarbeit mit der NPD aufforderte.

26.10.06: Mit der Konstituierung der Bezirksverordnetenversammlung von Marzahn-Hellersdorf zogen zum ersten Mal Verordnete der NPD in das Bezirksparlament ein. Neben Wolfgang-Dieter Chieduch und Karl-Heinz Burkhardt, erlangte auch der längjährige NPD/JN-Kader, Matthias Wichmann, ein Mandat.
Die Bezirksverordneten der NPD in Marzahn-Hellersdorf wurden in ihrer parlamentarischen Arbeit maßgeblich durch die NPD-Funktionäre, Frank Schwerdt und Thomas Wulff, unterstützt. Schwerdt und Wulff standen den politisch größtenteils unerfahrenen NPD-Verordneten mit Rat und Tat zur Seite, um den ersten Auftritt im Parlament nicht zu einer Farce verkommen zu lassen. Letztendlich hielt sich die Marzahn-Hellersdorfer NPD-Fraktion vornehm zurück, um sich nicht schon zu Beginn ihrer parlamentarischen Arbeit komplett lächerlich zu machen. Lediglich ein, von Matthias Wichmann, inbrünstig vertonter „Buh“-Ruf nach der Eröffnungsrede des Alterspräsidenten Horst Schubert (Die Linke.PDS), welcher sich in seiner Rede auf seiner Erfahrungen im Faschismus bezog und ein unkoordiniertes Abstimmungsverhalten, schenkten der NPD ein wenig Aufmerksamkeit, wenn nicht eher Spott. Quelle: http://de.indymedia.org/2006/11/162074.shtml

26.10.06: In der Nacht wurde am U-Bhf. Louis-Lewin-Straße die Parole "Antifa zerschlagen" gesprüht.

14.10.06: Im Klub Eastend fand ein Konzert mit der schweden Punk-Band „Perkele“ statt. Den "rechtsoffenen" Charakter der Band und vorangegangene Diskussionen behandelt dieser Artikel bei „Turn it down!“

12.10.06: In der Schwarzwurzelstraße wurde die rechtsextreme Sprüherei „National befreite Zone“ entdeckt.

09.10.06: ANB-Tags wurden am U-Bahnhof Biesdorf-Süd entdeckt. Schon in den Wochen zuvor kamen es vermehrt zu Nazi-Aktivitäten. Rechte Jugendliche, vermutlich aus dem benachbarten Lichtenberg, hängen in letzter Zeit immer häufiger am U-Bahnhof Biesdorf-Süd ab und beschimpfen Linke, Alternative und Menschen mit migrantischem Hintergrund. Unter anderem wurde auch der Nazi-Schläger Sebastian Zehlecke in der Gegend gesehn.

12.09.06: Gegen 9.00Uhr wurden im Bereich Raoul-Wallenberg-Straße, am Nachmittag in der Marzahner Promenade NPD-Wahlkampfzeitungen verteilt.

09.09.06: Etwa 15 Minuten vor der Antifa-Demo am Samstag unter dem Motto 'Keine Stimme den Nazis' wurde ein Antifaschist auf Höhe des Kaisers an der Raoul-Wallenberg-Straße von 4 Nazis gejagt, die kurz vorher versuchten Fotos von ihm zu machen. Die 4 hatten einen prolligen Kleidungsstil und ca. 20 Jahre alt.

08.09.06: Zwei Wahlkampfhelfer sind am Abend gegen 22 Uhr 10 in Alt-Marzahn angegriffen worden. Die beiden 23-jährigen Männer hängten gerade in Alt-Marzahn SPD-Plakate auf, als sie von zwei Neonazis angepöbelt wurden. Die beiden Wahlhelfer ergriffen daraufhin sofort die Flucht. Einer der beiden wurde jedoch verfolgt. Als er auf seiner Flucht stürzte, traten ihm die Nazis mehrfach gegen den Kopf. Die Täter ließen schließlich von ihm ab, so dass er in ein Haus flüchten und von dort die Polizei alarmieren konnte. Die Feuerwehr brachte ihn mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Die Polizei fuhr anschließend mit dem zweiten Wahlhelfer, der sich in Sicherheit gebracht hatte, die Umgebung ab – mit Erfolg. Thomas G. und Ronny F., beide sind der Polizei bereits bekannt, lungerten in der Nähe herum, wurden festgenommen.

08.09.06: In der Nacht  wurde mit Schablone und weißer Farbe im Tunnel zum S-Bhf. Raoul-Wallenberg-Straße die Parole "Marzahn ist u. bleibt national" gemalt.

06.09.06: Zwei AntifaschistInnen wurden gegen 17.30Uhr in der Raoul-Wallenberg-Straße von einem Nazi mit Schlagring angegriffen. Der Angriff konnte jedoch abgewährt werden, so dass es zu keinen Verletzungen kam.

06.09.06: Der Jugendklub "Schalasch Ost" an der Wuhletalstraße 70, der sich um junge Russland-Deutsche kümmert, ist in der Nacht Ziel eines ausländerfeindlichen Übergriffs gewesen sein. Unbekannte beschmierten ihn laut Bezirksamt mit rassistischen Parolen.

05.09.06: Wegen rechtsextremer Pöbeleien und Gewalttätigkeiten sind zwei junge Männer in Berlin von der Polizei festgenommen worden. Ein 17-Jähriger aus Hellersdorf und ein 19- Jähriger aus Marzahn pöbelten in der Nacht zu Dienstag einen dunkelhäutigen Radfahrer an, zeigten den Hitler-Gruß und bedrohten einen Zeugen aus Köln mit einem Messer. Der 39-jährige Mann aus Köln hatte sie zuvor aufgefordert, den Radfahrer in Ruhe zu lassen. Daraufhin gingen die beiden Männer auf den Zeugen zu. Sie sangen dabei die erste Strophe des Deutschlandliedes und riefen mit ausgestreckter rechter Hand Heil Hitler. Der 19-Jährige zog ein Küchenmesser und drohte dem Zeugen, ihn abstechen zu wollen.

30.08.06: Gegen 8.30Uhr verteilten 6-8 Nazis NPD-Zeitungen vor dem Arbeitsamt in Helle Mitte.

29.08.06: In Springpfuhl wurden gegen 9Uhr NPD-Wahlkampfzeitungen gesteckt.

28.08.06: Gegen 13Uhr wurden 4 Personen beobachtet, wie sie Wahlkampfzeitungen der NPD im Gebiet um die Pekrunstraße in Marzahn in Briefkästen steckten.

27.08.06: Polizisten beschlagnahmten in Hellersdorf, die ursprünglich wegen ruhestörenden Lärms zu Hilfe gerufen worden, eine Hakenkreuz- sowie eine Reichskriegsflagge, die an der Wand einer Wohnung angebracht wurden. Beide Fahnen waren von der Straße aus zu sehen. Dem Ruhestörer droht eine Anzeige wegen des Zeigens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

24.08.06: Am Nachmittag steckten NPD-Kameraden im Gebiet um die Ludwig-Renn-Straße Wahlkampfzeitungen in Briefkästen.

21.08.06: Am frühen Nachmittag  war ein Wahlkampfstand der NPD am S-Bhf. Kaulsdorf aufgebaut.

19.08.06: Nachts tauchten ca. 15 Nazis am U-Bhf. Louis-Lewin-Straße auf. Eine junge Antifaschistin wurde, nachdem sie den Bahnhof betreten hatte und von den Nazis gesehen wurde, mit einer Glasflasche beschmissen. Daraufhin ergriff sie die Flucht. Die Nazis verließen kurz darauf den U-Bahnhof.

16.08.06: In der Nacht plakatieren Neonazis Rudolf-Hess-Plakate vom U-Bhf. Louis-Lewin-Str. bis zum AJZ La Casa.

31.07.06: Der Schriftzug "ANB 88" in grüner Farbe wurde am an der Eingangsmauer des Schlossparks Biesdorf entdeckt.

18.07.06: An einem leerstehenden Gebäude in den Ringkollonaden in Marzahn (nähe Tram-Station Max-Hermann-Str.) wurden mehrere rechtsextreme Schmierereien entdeckt. Neben den Sprüchen "Wir stehen zum deutschen Volk", "Scheiß Zecken" und "Anarchisten raus" wurde ein Hakenkreuz mit einem Filzstift gezeichnet.

10.07.06: Die BüSo hat einen Infostand auf dem Helene-Weigel-Platz aufgebaut. Dieser wurde von 3 Menschen betreut, die im direkten Umfeld des Standes Zeitungen verteilten und PassantInnen ansprachen. Der Stand wurde gegen 14 Uhr abgebaut.

04.07.06: Zum wiederholten Male fand ein Info-Stand der BüSo vor dem Marktplatz-Center in der Hellen Mitte statt. 5 bis 6 Personen verteilten verschwörungstheoretische Zeitschriften an PassantInnen.

02.07.06: Zwischen der Branitzerstr. entlang der Louis-Lewin-Str. bis hin zum U-Bhf. Louis-Lewin-Str. tauchten ca. 15 lila geschmierte Hakenkreuze sowie mehrere selbstgemachte Aufkleber, NPD-Aufkleber und Deutsche Stimme-Aufkleber auf. Nach mehrfachen Hinweisen und einer Anzeige bei der Direktion 6 fühlte sich die Berliner Polizei nicht genötigt die verfassungsfeindlichen Symbole zu entfernen. Es wurde lediglich eines der 15 Hakenkreuze entfernt, wobei ein zweites (ca. 15 cm daneben)  weder "entdeckt" noch unkenntlich gemacht wurde.

28.06.06: Um 18.00 Uhr fand eine Infoveranstaltung zum Thema "Rassismus in Deutschland. Zu Geschichte und Gegenwart der Völkischen Ideologie" im Interkulturellen Zentrum "Haus Babylon" (Klausdorferstr. 8) statt.  Vor Beginn der Veranstaltung versuchten 5 Nazis (im "autonomen" Look und Pali-Tüchern) sich Zutritt zu verschaffen. Sie verlangten Auskunft nach VeranstalterInnen und Inhalt der Veranstaltung. Nachdem sie abgewiesen wurden, verließen sie das Gelände.
Kurz darauf tauchten selbige Personen am AJZ La Casa auf und verklebten auf dem Gelände und im Umfeld selbstgemachte Aufkleber (auf denen Hakenkreuze und Drohungen gegen AntifaschistInnen abgebildet waren) sowie NPD-Aufkleber ("Rote Karte für Rot-Rot"). Einige zur Gewalt aufrufende Aufkleber richteten sich speziell gegen das Antifaschistische Bündnis Marzahn-Hellersdorf ("Antifaschisten angreifen - Da hilft auch Kein Verstecken").
Des weiteren wurden in den Tagen zuvor alle Radmuttern eines auf dem Grundstück des AJZ La Casa geparkten Wohnwagens gelöst.

27.06.06: Im Springpfuhl-Park Marzahn wurden mehrere linkre Grafittis mit Sig-Runen (SS), Keltenkreuzen sowie Triskelen übersprüht.

14.06.06: Ein Hakenkreuz wurde mit einem Edding an ein Verkehrsschild in unmittelbarer Nähe zum AJZ La Casa geschmiert. Des weiteren wurde ein selbstgemachter Aufkleber (am PC ausgedruckt) mit der Aufschrift „Antifa zerschlagen“ unter das Hakenkreuz geklebt. Die selben Aufkleber tauchten in unmittelbarer Umgebung zum AJZ La Casa und an Laternen auf der Quedlinburgerstr. auf.
Die selben Aufkleber tauchten ebenfalls bereits vor einer Woche im gesamten Gebiet um das Landsberger Tor auf.

13.06.06: Zwischen 13.00 - 14.00 Uhr fand ein NPD-Stand am U-Bhf. Elsterwerdaer-Platz statt.

09.06.06: Zwischen 11 und 12 Uhr wurde ein NPD-Stand in der Hellen Mitte aufgebaut. 8 - 10 Leute verteilten Propagandamaterial der NPD, während 3 - 4 Leute mit einem Hund den Infostand schützten. Anwesend war auch Matthias Wichmann (u.a. Spitzenkandidat der NPD für Marzahn-Hellersdorf bei der Bundestagswahl 2005).

03.06.06: Im Tunnel des S-Bhf. Springpfuhl tauchten diverse selbst beschriftete Aufkleber auf. Auf einem roten Aufkleber wurde der Spruch „Fuck Antifa“ mit einem Filzstift geschrieben. Daneben wurde das Gesicht einer vermummten Person gezeichnet. Ein weiterer gelber Aufkleber trug den Schriftzug „AWB is watshing you“ (sic!).
Am 04.06.06 tauchten ähnliche selbst gemachte Aufkleber zwischen U-Bhf. Louis-Lewin-Str. und dem AJZ "La Casa" auf. Die gelben Aufkleber trugen die Schriftzüge „Smash La Casa“ und „Smash Antifa“. Auf beide Aufkleber wurden Hakenkreuze gezeichnet.

03.06.06: Zehn nach Angaben der Polizei dem linken Spektrum zuzurechnende junge Leute sind gegen 18.10 Uhr an der Weißenhöher Straße in Marzahn mit offensichtlich rechten Jugendlichen zusammengestoßen. Zunächst beschimpften und beleidigten sich die Gruppen, dann gab es ein Gerangel, das von der Polizei geschlichtet werden konnte. Verletzt wurde niemand.
Quelle: Berliner Morgenpost, 06.06.06

03.06.06: Zwischen 11 und 12Uhr ist ein NPD-Stand in der Hellen Mitte aufgebaut.

25.05.06: „Laute „Sieg Heil“-Rufe und antisemitische Parolen hörten Beamte des Polizeiabschnitts im Hellersdorfer Ortsteil Kaulsdorf gegen 19.30 Uhr. Die Suche nach den Tätern verlief zunächst erfolglos, bis eine Zeugin einen Hinweis auf deren Wohnung gab. Bereits auf der Straße drang laute Nazi-Musik mit volksverhetzenden Texten aus dem Wohnhaus nach draußen. Gegen sieben der zehn Feiernden wird nun ermittelt. Einige sind bereits wegen rechtsextremer Straftaten bekannt. Auch wurden mehr als 60 CD’s beschlagnahmt."
Quelle: Tagesspiegel, 26.05.06

24.05.06: Anlässlich der zunehmenden Anzahl rechtsextremer Gewalttaten im Bezirk, speziell dem Brandanschlag auf das Haus Babylon, fand von 19-21Uhr eine Antifa-Demo durch den Kiez statt. Am Rande kam es immer wieder zu Pöbeleien und dem Zeigen von Hitlergrüßen. Es flogen zwei Eier Richtung Demo. In Helle Mitte solidarisierten sich einige typische Hellersdorfer Jugendliche mit ca. 10-15Nazis, die regelmäßig vor dem Rathaus sitzen und saufen. Dieser ca. 30 Personen zählende Hellersdorfer Mob versuchte die TeilnehmerInnen der Demonstration mit "Ausländer raus"- und "Deutschland den Deutschen"-Parolen zu provozieren, einzelne Personen versuchten an die Demo ranzukommen um diese gewalttätig anzugreifen, was jedoch von der Polizei verhindert wurde.
Nach der Antifa-Demo gegen 21.30Uhr gab es einen Übergriff von 3 Naziskins auf eine Gruppe Linker am U-Bhf. Cottbusser Platz. Die Neonazis waren eindeutig rechts gekleidet im Old School Stil. Ein Nazi trug ein "Combat 18"- T-Shirt und hatte eine Hakenkreuztätowierung am Hinterkopf, alle drei hatten Hammerskin-Aufnäher und Tatoos, sowie Reichskriegsflaggen und Lunikoff-Aufnäher. Die Nazis griffen die Linken auf dem U-Bahnhof an und ließen nicht mal von ihnen ab als diese in eine U-Bahn flüchteten. Die Fahrgäste zeigten kein Interesse an den Vorgängen in der Bahn, wo die Nazis erneut auf die ca. 8 Linken loßgingen. Am U-Bhf. Kaulsdorf Nord bemerkte der U-Bahn-Fahrer die Vorgänge in der Bahn und informierte die Polizei, welche auch ca. 20 Minuten später eintraf und die Nazischläger aus der Bahn holte. Selbst während der 20 Minuten pöbelten die Nazis weiter Linke und Fahrgäste an und drohten mit Schlägen.

23.05.06: Gegen 18.15 Uhr kamen am Autonomen Jugendzentrum La Casa drei alternativ gekleidete Nazis ( Nicole Stenzel, Christian Bentz und eine dritte Person) vorbei und versuchten in das Gebäude zu gelangen, das aber verhindert werden konnte. Danach verschwanden sie und wurden nicht mehr gesichtet.

23.05.06: Gegen 3 Uhr brannten Einrichtungsgegenstände des Interkulturellen Zentrums "Haus Babylon" in der Klausdorfer Str. 8 in Hellersdorf. Unbekannte Täter hatten die Hauswand mit zwei Hakenkreuzen sowie einem "White Power"-Schriftzug beschmiert und vom Vordach im Eingangsbereich zwei Brandsätze durch ein Fenster in das Gebäude geworfen. PassantInnen entdeckten den Brand und alarmierten die Feuerwehr. Menschenleben waren nicht in Gefahr.

16.05.06: Vor der Sparkasse auf dem Helene-Weigel-Platz wurde am Nachmittag mal wieder ein BüSo-Stand aufgebaut. 3 Leute hielten sich im Umfeld des Infostandes auf um Flyer an BürgerInnen zu verteilen. Gegen 16Uhr musste der Stand wieder abgebaut werden, da der Polizei keine Standgenehmigung vorgelegt werden konnte.
Zeitgleich gab es einen zweiten BüSo-Stand (mit Polizeischutz) vor der Post am U-Bhf. Kaulsdorf Nord.

09.05.06: Im Tunnel an der Tram-Station Helene-Weigel-Platz wurde  ein Anti-Nazi-Graffiti mit Sprühdose (Terrorschwarz) durchgestrichen aufgefunden.
Ein weiteres Graffiti wurde mit einem Stift durchgestrichen und die Worte "Fuck You" und 2 Sig-Runen dazugesetzt.

08.05.06: Gegenüber der Landsberger Allee 545 wurde an einem Stromkasten eine rechte Sprüherei entdeckt. Zu sehen ist eine Figur die einen (roten) Stern wegtritt. Gearbeitet wurde mit einer Sprühschablone. Das selbe Motiv tauchte bereits letztes Jahr an einer ehemaligen Plus-Kaufhalle in der Rudolf-Leonhard-Str. auf. Diese Sprüherei war damals eine Reaktion auf eine linke Sprüherei, die wiederum rechte Sprühereien unkenntlich machen sollte.

06.05.06: An einer Laterne in unmittelbarer Nähe zur Bus-Haltestelle Janusz Korczak-Str. wurde der Spruch „Smash Antifa Bob“ (sic!) entdeckt.

29.04.06: 5-10 NPD-Aufkleber ("Rote Karte für Rot-Rot") wurden an der Tram-Station Wuhletalstr. entdeckt. Außerdem wurden linke Aufkleber, in unmittelbarer Nähe zur Haltestelle, entfernt. Zeitgleich tauchten dieselben NPD-Aufkleber auch am S-Bhf. Mehrower Allee, in der Schwarzburger Str. und der Kemberger Str. auf.

27.04.06: In der Nacht sind mehrere schwarze Hakenkreuze (linksrum) um die Allee der Kosmonauten entdeckt worden (Allee der Kosmonauten/Pekrunstrasse und Allee der Kosmonauten/Elisabethstrasse). Außerdem wurde ein Anti-Nazi-Spruch an der Tramstation vor dem Mahatma-Gandhi-Gymnasium (Allee der Kosmonauten/Boschpolerstr.) übersprüht.

18.04.06: Ab 13Uhr fand ein Infostand der BüSo vor der Sparkasse auf dem Helene-Weigel-Platz mit 5-6 Leuten statt. Gegen 15Uhr musste der Stand abgebaut werden, wahrscheinlich, da der Polizei keine gültige Standgenehmigung vorgelegt werden konnte. Ab 16Uhr veranstalteten ca. 15-20 Anhänger der BüSo eine Kundgebung (mit Stangentransparent mit der Aufschrift "Zentralbänker in Panik! Globaler Finanzkrach!") vor dem Bahnhofstunnelzugang am Helene-Weigel-Platz und verteilten dabei Flugblätter.

18.04.06: An der 'Allee der Kosmonauten' wurde auf der Brücke am S-Bhf. Springpfuhl entdeckt, dass ein "Nazis raus"-Aufkleber zu "Ausländer raus" geändert wurde.

13.04.06: Am Nachmittag gab es einen Informationsstand der BüSo vor dem Eingang des S-Bahntunnels auf dem Helene-Weigel-Platz. 2 der 5 StandbetreuerInnen steckten Flugblätter in den anliegenden Wohnhäusern.

10.04.06: Am Montag Nachmittag wurden ca. 30 „Deutsche Stimme“-Aufkleber am U-Bhf. Louis-Lewin-Strasse verklebt. Außerdem tauchten diese, sowie vereinzelt NPD-Aufkleber und „Gerald – du bist nicht Deutschland, du bist BRD“- Aufkleber in der näheren Umgebung des Bahnhofs auf.

07.04.06: Im Wohngebiet Hugo-Distler-Strasse/Wernerstrasse/Ohserring/... wurden wieder 50-100 NPD-Aufkleber ("Rote Karte für Rot-Rot") entdeckt und ca. 150 Linke Aufkleber, die im Vorfeld verklebt wurden entfernt.

03.04.06: Ca. 100 Aufkleber "Rote Karte für Rot-Rot" mit ViSdP Jörg Hähnel wurden entdeckt. Die Aufkleber klebten um den S-Bhf. Mahlsdorf, an der Ridbacher Strasse, an der Werner Strasse und in dem anliegenden Neubaugebiet (Ohserring, Finkensteinstrasse, Hugo-Distler-Strasse) an Strassenschildern, Bushaltestellen, allen Eingangstüren, Mülleimern, Telefonzellen etc..

01.04.06: Gegen 13.30Uhr, wurden 2 Neonazis beobachtet, wie sie antifaschistische Aufkleber auf dem Helene-Weigel-Platz und im Springpfuhl-Park abkratzten. Die Nazis wurden am selben Vormittag auf der NPD-Demo in Pankow gesehen und halten sich öfters (biertrinkend) auf dem Platz und der näheren Umgebung auf.

25.03.06: Bei einem Fußball-Spiel zwischen der 3. Mannschaft der B-Junioren des Fußballklubs BSC Marzahn und der 2. Mannschaft der B-Junioren des Friedenauer TSC kam es zu rassistischen Pöbeleien seitens der Fans des BSC Marzahn. Ausrufe wie "Polacke", "Geh zurück in dein Land" und "halt dein Ausländermaul" äußerten die Marzahner Fans gegenüber dem Team und den Fans vom Friedenauer TSC.

25.03.06: Schlimmeres verhinderten in der vergangenen Nacht Zivilbeamte eines Polizeiabschnittes in der Louis-Lewin-Strasse in Hellersdorf, als sechs Jugendliche bzw. junge Erwachsene einen kleinwüchsigen Menschen attackierten.
Sie bemerkten kurz vor Mitternacht in Höhe der Adele-Sandrock-Strasse, dass die Gruppe junger Männer im Alter von 15 bis 21 Jahren den wesentlich älteren Mann umherschubsten und zu Boden rissen. Die Beamten schritten sofort ein, konnten aber nicht mehr verhindern, dass einer der Täter, ein 21-Jähriger, auf den Mann eintrat. Sie nahmen die feigen Schläger fest. Da das Opfer gehörlos ist und nur die Gebärdensprache beherrscht, gestaltete sich die Befragung äußerst schwierig. Es gelang den Ermittlern, über eine Funkdurchsage einen Kollegen zu finden, der helfen konnte. Die Befragung ergab, dass der Mann offenbar auf Grund seiner wahrnehmbaren Behinderung Ziel des Angriffes geworden war. Die Täter zerstörten die Brille ihres Opfers, so dass es seine Peiniger nur schemenhaft erkennen konnte. Aufgrund seiner Gehörlosigkeit war er auch nicht in der Lage, um Hilfe zu rufen. Die Festgenommenen wurden auf einer Gefangenensammelstelle erkennungsdienstlich behandelt, eine Blutentnahme wurde durchgeführt. Mangels Haftgründen mussten sie wieder entlassen werden.
Quelle: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/37198/index.html

11.03.06: In der Nacht von Freitag zu Samstag gegen 3.30Uhr wurde ein 17 Jähriger Jugendlicher aus Köpenick am U-Bhf. Louis-Lewin-Str. von 3 20jährigen Neonazis (Springerstiefel und Bomberjacke) angegriffen. Im Treppenaufgang zur Louis-Lewin-Str. wurde der Jugendliche ohne Vorwarnnung von einem der drei Nazis ins Gesicht geschlagen und erlitt eine Platzwunde über dem linken Auge (Augenbraue). Anschließend meinten die Nazis, dass sie ihn weiter schlagen, wenn er nicht sofort weiter geht.

08.03.06: Abends wurden in unmittelbarer Nähe zur Rudolf Virchow-Oberschule (Glambecker Ring/Brodowiner Ring) 5 Wessel-Plakate entdeckt.

02.03.06: Eine Antifa-Demo findet wegen sich häufenden Naziübergriffen findet unter dem Motto "Den Rechten Konsens durchbrechen - Organisiert den antifaschistischen Selbstschutz!" statt. Etwa 40 autonome Nazis (u.a. Nicole Stenzel, Sebastian Zehlecke und Christian Bentz) veranstalten eine Gegendemo - sie laufen ganz leise und unauffällig mit einem Transparent auf dem Fußweg von Helle Mitte zum Spreecenter. Angemeldet wurde die Demo von 17-20Uhr von Matthias Wichmann.

25.02.06: Am U-Bhf. Hellersdorf kam es am Samstag früh gegen 4.20Uhr zu einem Übergriff von 5-6 äußerlich nicht als Nazis zu erkennende Personen auf 3 Hip-Hopper. Es fielen von den Angreifern Sprüche, wie "Jetzt zeig ich Dir was ein richtiger Deutscher kann!" und "Scheiss Kanacke!". Der Bahnfahrer hat sofort die Polizei geholt, welche kurz darauf eintraf (ob Täter ergriffen wurden ist nicht bekannt). Aufgrund des U5 Konzertes (welches seitens der Polizei fälschlicherweise als Nazikonzert (es spielten die Gumbles) eingestuft und kurzzeitig besucht wurde) waren in 3 Minuten auch 10 Zivil-Bullen am Start.

24.02.06: 2 Punks, die auf dem Weg zu einem Konzert im Jugendclub U5 waren, wurden von 6-10 Nazis angegriffen. Bei den Übergriffen am U-Bhf. Cottbuser Platz und in der U5 zwischen den Bahnhöfen Cottbuser Platz und Hellersdorf erlitt ein Opfer eine Platzwunde über dem Auge, während dem anderen Opfer ein Ohrring abgerissen wurde. Die Nazis sollen den Abend über zwischen und um die beiden Bahnhöfe umhergezogen sein. Der Verdacht liegt Nahe, dass es sich um gezieltes Auflauern auf links und alternativ aussehende Menschen handelt und nicht um eher zufällige Übergriffe.

23.02.06: kleine rote Spuckies (Aufkleber) der Kameradschaft Nord Ost ("Alkalij offensiv entgegen treten" mit Schlagring) sind am Cecilienplatz, am U-Bhf.Kaulsdorf Nord und in Alt-Marzahn aufgetaucht.

22.02.06: Mehrere Wessel-Plakate der Kameradschaft Nord wurden im Bereich Mehrower Allee/Blumberger Damm verklebt. Die Marzahner Promenade entlang klebten auch vereinzelt welche an den Mülleimern. Außerdem tauchten mehrere Wessel-Spuckies an der Bushaltestelle Marzahner Promenade auf.

21.02.06: 2 Graffitis ("Horst Wessel unvergessen" und "Rache für Wessel") wurden am U-Bhf. Kaulsdorf-Nord entdeckt (diese Plakate wurden zeit- und ortgleich mit den "Böhse Onkelz-Party im Linientreu" -Plakaten geklebt).

17.02.06: Antifaschistische Graffitis am Cecilienplatz wurden von Nazis verändert. Aus "Nie wieder Deutschland" wurde "Wieder Deutschland", "No Nazi Area" wurde zu "Nazi Area"

16.02.06: Ein Hakenkreuz wurde an einem Mülleimer an einer Bushaltestelle in der Greifswalder Str. in Mahlsdorf gefunden.

11.02.06: In der Nacht kam es auf dem U-Bhf. Neue-Grottkauer-Str. zu einem Übergriff aus der U-Bahn heraus, bei dem 7 Personen, dem äußerlichen Erscheinungsbild nicht als Nazis zu erkennen, auf 2 Passanten einschlugen und traten. Einer der Angreifer zeigte den Hitler-Gruß und brüllte „Sieg Heil“.
 

 
 Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Zeuge oder Opfer
 rechter Gewalt sind!


Neben zahlreichen neonazistischen Sprühereien und Aufklebern, die ständig im Straßenbild von Marzahn-Hellersdorf auftauchen, existiert nach wie vor ein Potential für rechte Gewalt im Bezirk. Auch organisierte Neonazis von NPD und "Freien Kameradschaften" nutzten die Öffentlichkeit für eigene Aktionen. Um geeignet dagegen vorgehen zu können müssen diese Aktivitäten dokumentiert werden. Viel zu oft werden neonazistische Aktivitäten in kleinem Rahmen weitererzählt und geraten bald wieder in Vergessenheit. Darum: Schicken Sie uns Informationen zu Übergriffen, Sprühereien und Treffpunkten der rechten Szene in Marzahn-Hellersdorf an: abm[at]riseup.net
 

 
 Information zur Weiterveröffentlichung


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 Chronik der vergangenen Jahre


Wir dokumentieren Aktivitäten neonazistischer und anderer reaktionärer Spektren. Wir sind bemüht die Chronik bis in die 1980er Jahre zurück zu ergänzen und stetig weiterzuführen.

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 Nazis im Bezirksparlament von Marzahn-Hellersdorf
 Dokumentation der NPD-Aktivitäten in der lokalen BVV


Seit Oktober 2006 ist die NPD mit drei Verordneten in der BVV von Marzahn-Hellersdorf vertreten. Das Projekt Nip - Nazis in den Parlamenten dokumentiert die Aktivitäten der NPD-Fraktion sowohl parlamentarisch, als auch außerparlamentarisch. Außerdem wird über die Ideologie der NPD aufgeklärt und Hintergründe zu den einzelnen NPD-Verordneten dargestellt.