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PM
vom 25.01.2008:
Am 24.01.2008 kam es am Rande einer
Gedenkveranstaltung in Marzahn-Hellersdorf zu Provokationen durch
Neonazis von NPD und so genannten „Freien Kameradschaften“.
Anlässlich des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz sollte im
Vorfeld der BVV-Sitzung eine Ausstellung des VvN/BdA zum Thema
„Neofaschismus in Deutschland“ eröffnet werden. Vor Beginn erschienen
knapp 30 – zum Teil bereits für gewalttätige Übergriffe
verantwortliche – Neonazis, welche die VeranstaltungsteilnehmerInnen
einschüchtern, provozieren und stören wollten.
Nachdem die Nazis durch die herbeigerufene Polizei des „Freizeit
Forums Marzahn“ verwiesen wurden, hielten sich diese noch für ca. eine
halbe Stunde vor dem Gebäude auf. In dieser Zeit versuchten sie sich
als Opfer der Demokratie zu verkaufen, indem sie in einer Reihe
aufgestellt mit der Hilfe von mehreren mitgebrachten A4-Blättern das
Wort "Ausgesperrt" zeigten.
Dazu erklärt Daniel Neumann vom Antifaschistischen Bündnis
Marzahn-Hellersdorf:
„Wir begrüßen den konsequenten Ausschluss der NPD-Anhängerschaft von
der Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus.
Denjenigen, welche die unzähligen Verbrechen der Deutschen während des
Nationalsozialismus leugnen, verharmlosen oder glorifizieren, darf
keine Toleranz entgegengebracht werden.
Dass sich nun gerade die Nazis, welche in den vergangenen Monaten
immer wieder für brutale Angriffe auf politische Gegner verantwortlich
waren, versuchen als Opfer darzustellen, ist reiner Hohn, reiht sich
aber ein in das menschenverachtende Weltbild der Nazis. Diese müssen
konsequent ausgeschlossen werden um einer Normierung ultrarechter
Positionen entgegenzuwirken. Jegliche Diskussion, jegliche
Zusammenarbeit sowieso, mit Nazis ist abzulehnen, um ihnen nicht noch
mehr Raum zur Verfälschung der Geschichte zu geben.“
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